Ausführlich zum Thema Spiritualität – zum Thema Managementpraxis ist noch Luft nach oben

Der Band stellt sich im Klappentext u.a. folgende Fragen: „Welche Auswirkung hat Christliche Spiritualität auf das berufliche Leben? Wie wird sie praktisch erlebt und gelebt? Handeln spirituell aufmerksame Führungskräfte erkennbar anders?“ Im Vorwort präzisieren die Herausgeber ihr Anliegen auf die Kernfrage: „Was sind wesentliche Merkmale und wie kann diese Form der Spiritualität in Management- und Führungsprozessen praktisch nutzbar gemacht werden?“ (S. 7).

Grundlagenbeiträge auf der Praxis

Das Buch gliedert sich in Grundlagenbeiträge, Beiträge zur angewandten Spiritualität und Erfahrungen und Beiträge aus der Praxis. Für alle, die sich mit überschaubaren Aufwand in das Thema Spiritualität einlesen wollen, bietet der Abschnitt A mit seinen Grundlagenbeiträgen ausreichend Material. Die Regel des heiligen Benedikt ist eine reiche Quelle zum Thema Führung. Die Vielfältigkeit der unterschiedlichen Formen wird deutlich. Insbesondere das italienische Sprichwort: „Wenn der Finger auf den Mond zeigt – dann schaut der Narr auf den Finger“ (S. 57) hilft es verstehen, dass das christliche Spiritualität auf Gott verweist und dazu beiträgt uns von Gott ansprechen zu lassen. Die Technik oder Form dabei ist nicht das ausschlaggebende Moment, sondern ein Hilfsmittel. Die von Büssing vorgestellte Studie bei Führungskräften, hilft das Phänomen Spiritualität in seiner Vielfalt zu begreifen.

Im Abschnitt B hat mich positiv überrascht, dass die Arbeiten von Ken Wilber langsam Eingang finden. Hier könnte ich mir vorstellen, dass nicht nur das Vier-Quadrantenschema, sondern seine umfangreichen Arbeiten und Erfahrung zur integralen Spiritualität, wie sie z.B. auch von Marion Küstenmacher bereits aufgegriffen werden, wertvolle weitere Anregungen darstellen können. Der Artikel zu Ambiguität und christlicher Spiritualität zeigt die Passung zur VUCA-World auf: „Vielmehr geht es darum, das Wesen der christlichen Spiritualität als ein Loslassen der eigenen Machbarkeits- und Kontrollversuche zu verstehen“ (S. 180).

Die Erfahrungen und Beiträge aus der Praxis (Abschnitt C) sind stark von der Perspektive der externen Beratung und Organisationspsychologie geprägt, sodass diese Feststellung soll deren Beitrag nicht schmälern. Aber vielleicht planen die Herausgeber auch noch einen zweiten Band, der die Managementpraxis noch stärker in den Fokus stellt.

 

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