Liegestützen für einen guten Zweck? – Folge Deiner Passion und setze sie in einen stimmigen Rahmen

Bei einer Fortbildung hatte ich Malte Schmidt kennengelernt. Er berichtete von seiner Mission „Push-ups for Charity“ (www. pushups4charity.de). Sein Ziel: eine Million Liegestützen in einem Jahr und dadurch eine Million Euro für zehn gemeinnützige Projekte zu sammeln. Sein Ergebnis nach einem Jahr: 1.005.221 Liegestützen und 11.936,50 EUR an Spenden. Das eine Ziel, die Liegestützen, voll erreicht; das Spendenziel nur zu gut 11%. Ist das jetzt ein Misserfolg?

Was tun, wenn ich mein Ziel nach einem Jahr nicht erreicht habe?

Mich hat in der Begegnung mit Malte seine Hartnäckigkeit beeindruckt. Für ihn ist das ein Ergebnis, das noch nicht seiner Zielvorstellung entspricht. Also gilt es zu überlegen, was zu tun ist, um das gewünschte Ergebnis zu erreichen. Soweit also die klassische Strategie, wie wir sie aus unserem unternehmerischen Alltag kennen. Hinter seiner Hartnäckigkeit war aber noch etwas anderes wahrnehmbar.

Schere zwischen Menschen mit hohem und niedrigem Einkommen in Deutschland

Ihn treibt an, dass sich die Schere zwischen Menschen mit hohem und niedrigem Einkommen in Deutschland weiter öffnet.

Loquenz Blog

(https://www.isw-muenchen.de/wp-content/uploads/2017/12/Ungleichheits-Report-1.png)

Dieser Entwicklung möchte er entgegenwirken, in dem er zu Spenden für soziale Projekte, die dieser Schere entgegenwirken, aufruft. Sein Thema sind nicht die eine Million Liegestützen. Die Liegestützen sollen nur die Wahrnehmung des Themas unterstützen. Sein eigentliches Thema ist die soziale Gerechtigkeit – auch in Deutschland.

Intrinsische Motivation lässt Anforderungen von außen kleiner werden

Der Berg von einer Million Liegestützen scheint zu Beginn beinahe unbezwingbar. Doch der innere Antrieb von Malte lässt ihn diesen Berg angehen und erfolgreich bezwingen! Ein Musterbeispiel für die Chancen intrinsischer Motivation 😊.

Mein Beitrag als Führungskraft zur intrinsischen Motivation meiner Mitarbeiter*innen

Mich hat die Begegnung mit Malte wieder einmal ins Nachdenken kommen lassen. Wo kann ich noch mehr dazu beitragen, dass sich die intrinsische Motivation meiner Mitarbeiter*innen entfaltet bzw. entfalten kann? Oder ist das vielleicht die falsche Herangehensweise? Vielleicht sollte ich eher darauf achten, wo sich diese intrinsische Motivation zeigt und wie ich ihr nicht mit Führungsvorgaben im Wege stehe?

Nun, ich werde mich die nächsten Wochen auf eine Wahrnehmungsexpedition im Unternehmen und bei Kunden machen. Wo habe ich im Laufe des Tages intrinsische Motivation bei anderen wahrgenommen? Welche Faktoren wirken dieser intrinsischen Motivation ev. entgegen? Wo könnte ich mein Führungsverhalten wie modifizieren, um das Aufblühen der intrinsischen Motivation zu fördern/nicht zu bremsen?

Ich bin jetzt schon auf meine Erfahrungen gespannt!

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