Methodenvielfalt rund um Change-Management leicht gemacht

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Das Buch zeichnet sich dadurch aus, dass die Autorin die psychologische Seite von Veränderungsprozessen und seine potenziellen Folgen bei Mitarbeiter/-innen gut beleuchtet und auch Methoden vermittelt, damit proaktiv agiert werden kann, um unnötige Irritationen zu vermeiden. Was mir gut gefällt: Es geht Dollinger nicht darum, so zu tun, als könnte man Irritationen in Change-Situationen komplett vermeiden. Es geht ihr klar um eine Minimierung – immer in dem Bewusstsein, dass Irritationen auch sein müssen, um Dinge in Bewegung zu bringen.

Was hätte ich mir in dem Werk zur Abrundung zusätzlich gewünscht? Zum einen mehr über das Thema Projektmanagement – insbesondere agile Projektmanagement-Methoden im Change. Dollinger stellt zwar das Element der Stakeholder-Analyse ausführlich und sorgfältig vor, doch wie komme ich mit den Veränderungen im Veränderungsprozess selbst zurecht? Was stellt das für Anforderungen an die Arbeitsweise im Change-Management-Team? Und wie kann diesen Anforderungen begegnet werden? Das wäre für mich noch einen halben Seminartag wert gewesen.

Zum anderen mehr über das Thema der Social Media im Kontext der Veränderungskommunikation. Zwar geht die Autorin auf die verschiedenen Kommunikationsmedien in der Übersicht auf S. 144 ein, doch hängt es meiner Erfahrung nach in der Praxis weniger am Wissen über die Vielzahl der Medien – hier bekommt man im Veränderungsprozess ja auch häufig genug Hilfestellung durch die Unternehmenskommunikation oder einer beauftragten Kommunikationsagentur – sondern eher daran, wie sich die Führungskräfte diese Medien im Sinne eines Enterprise 2.0 zu eigenen machen können; und welche Hilfestellung dazu im Veränderungsmanagement geleistet werden kann.

Doch sollen diese beiden Anmerkungen den Wert der übersichtlichen Darstellung von Anna Dollinger nicht mindern. Für mich stellt dieses Buch einen praktischen Methoden-Steinbruch dar, an dem ich mich gerne bei der Gestaltung von Change-Workshops mit betroffenen Führungskräften oder bei Auffrischungsworkshops mit Change-Teams bediene.

Fazit: sehr empfehlenswert!

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