Eigentlich ist es ganz einfach – die Vielzahl an Kleinigkeiten entscheidet

Nicht umsonst hat es dieses Büchlein auf die Nr.1 der New York Times Bestsellerliste geschafft. Es geht darum, die Kleinigkeiten, die uns begegnen und widerfahren in ihren Auswirkungen positiv wahrnehmen zu können. Damit Stärken wir uns und unsere Umwelt. Nicht umsonst wurde Don Clifton, der Großvater des Autors Donald O. Clifton, der „Grandfather of Positive Psychology“ genannt. Sein Enkel setzt mit dieser Veröffentlichung diesen Weg fort.

 

Positives wirkt ansteckend, auf andere und mich selbst

Worum geht es? Die Autoren verdeutlichen es mit Hilfe der Metapher von Schöpflöffel und Eimer. Die Grundidee, alle Menschen besitzen einen Schöpflöffel und einen Eimer. Mit dem Schöpflöffel kann jeder den Eimer des anderen füllen. Dies gelingt, indem wir Dinge sagen oder tun, die den anderen positive Gefühle bescheren. Und damit füllen wir auch gleichzeitig unseren eigenen Eimer. Unterlassen wir es, dann schaden wir den anderen und auch uns selbst. Das Interessante dabei, das Ganze ist ein selbstverstärkender Zyklus. Schöpfen wir in die Eimer anderer, dann stärken wir uns selbst und wir schöpfen noch leichtgängiger in die Eimer andere und stärken uns selbst…

 

Wir haben in jedem Augenblick die Wahl: stärken oder unterlassen?

In jedem Augenblick unseres Lebens haben wir die Wahl. Wollen wir andere stärken oder wollen wir dieses Tun unterlassen? Die Entscheidung liegt bei uns. Die Autoren zeigen Wege auf, wie wir in unserem eigenen Leben diese Entscheidung aktiv treffen können und dabei den Weg wählen, andere und damit auch uns selbst zu stärken.

 

Stärkebasiertes Handeln lohnt sich und ist im Alltag häufig möglich

Die Auswirkungen des stärkebasierten Handelns sind gut untersucht. Es hilft uns mit Belastungen besser umzugehen und stärkt die Resilienz, es unterstützt Produktivität im Unternehmen, es wirkt sich positiv auf die Kundenbeziehungen aus. Wichtig ist dabei, möglichst jeden Moment zu nutzen. Und diese Momente bieten sich tagtäglich beinahe unzählige Male!

 

Positive Momente können negative Momente aufwiegen

Das beruhigende: Man braucht keine Angst vor negativen Momenten zu haben. Es geht nur um den entsprechenden Ausgleich. Forschungen sprechen davon, dass 5 positive Momente einen negativen Moment ausgleichen können. Damit heißt es nicht, negative Momente zu vermeiden, sondern möglichst zahlreiche positive Momente zu sammeln. Sie sind die wirkungsvollste Prävention.

 

Klare Strategien für positive Momente

Die Autoren empfehlen fünf Strategien, um die positiven Momente zu stärken:
  1. Negative Interaktionen vermeiden
  2. Selbstbetrachtung
  3. Freundschaftliche Beziehungen knüpfen
  4. Unerwartet loben
  5. Die goldene Regel umkehren

 

„Behandle andere so, wie sie von dir behandelt werden möchten“ (umgekehrte goldene Regel)

Die Seite 86 bietet sieben Fragen, um mein Gegenüber im Betrieb besser kennenzulernen. Ziel der Fragen ist es, herauszufinden, wie konkret sein bzw. ihr Eimer aussieht und wie ich diesen füllen kann. Immer in der Grundüberzeugung, dass ich dadurch auch meinen eigenen Eimer fülle. Ein Ansatz, der auch von „servant leadership“ geteilt wird (vgl. auch https://loquenz.de/servant-leadership).

 

Auch, wenn das Büchlein in der Sprache sehr amerikanisch wirkt. Sie ist auf jeden Fall sehr gut verständlich und erschließt die Idee der positiven Psychologie (vgl. z. B. https://loquenz.de/optimismus-verlaengert-das-leben) damit auf eine sehr zugängliche Art und Weise.
positive Momente

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