Führungsverhalten

Was ist Wirklichkeit?

In jeder Konfliktmoderation in Betrieben und Organisationen erleben wir es immer wieder auf´s Neue: Für den und die Einzelne/n scheint es klar, wie sich die Dinge verhalten, aus der Perspektive der anderen sieht es dann wieder ganz anders aus. Sich dieser Perspektivität der Wahrnehmung bewusst zu werden und zu akzeptieren, dass es nur das intersubjektiv „für wahr genommene“ und nicht die „Wahrheit an sich“ gibt, ist oft der erste Schritt hin zu einer konstruktiven Konfliktlösung.

Abstand nehmen – innerlich zurücklehnen – die Lösung(en) entstehen lassen

Im Rahmen einer Teamentwicklung konnten wir es wieder einmal einüben. Immer wenn aufgrund der brisanten Themen die Stimmung in der Führungsmannschaft emotional angespannt wurde, haben wir unterbrochen, sind innerlich nach innen bzw. hinter uns getreten und haben versucht, aus dieser Wahrnehmungsperspektive heraus das wahrzunehmen, was gerade in der Führungsmannschaft passiert.

„Packen wir´s an…“

Die Autoren haben ein klares Ziel vor Augen: „Vergessen Sie all ihre vorgefassten Standpunkte über High Performance und Führungskompetenz und lernen Sie, wie leicht es ist ein Swimmer zu werden“ (S. 13). Mit „Swimmer“ werden die Führungskräfte bezeichnet, „die Energie haben, Energie geben, stets lösungsorientiert, produktiv, konzentriert und fokussiert sind“, im Gegensatz zu den „Sinkern“, „die überarbeitet, überfordert und am Limit agieren“ und den „Floatern“, „die täglich in angenehmer Dumpfheit arbeiten, Meetings absitzen und ihr Potential nicht abrufen“. Da wird einem als Leser gleich klar: Natürlich möchte ich zu den Swimmern gehören! Oder etwa nicht?

Für Betriebliches Gesundheitsmanagement sensibilisieren oder überzeugen?

Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) ist ein wichtiges Thema und bleibt es, so zeigen es die aktuellen Zahlen immer wieder auf (vgl. https://loquenz.de/betriebliche-gesundheitsfoerderung-und-praevention-rechnen-sich/). In einem Betrieb war dies Anlass, das Marketing für BGM zu intensivieren. Gewählt wurde dazu ein dem klassischen Produktmarketing ähnlicher Ansatz. Also: eine Gesundheitskampagne inklusive Web 3.0-Elementen.

Führungsverhalten wirkt – positiv oder negativ

„Die Auswirkungen Ihres persönlichen Führungsverhaltens können Sie sich prima anhand einer spiralförmigen Bewegung vorstellen – diese verläuft entweder nach oben oder nach unten, Seitwärtsbewegungen gibt es nicht. Sie stoßen mit Ihrem persönlichen Führungsverhalten also entweder positive Entwicklungen an oder aber die Kurven führen nach unten (…). Formulieren Sie für sich ganz persönlich und im Unternehmen somit auf jeden Fall einen Plan, wie Ihre Führungskultur aussehen soll, wie Sie diese umsetzen und so zu einem wichtigen Vorteil machen wollen. Denn warum sollte es dabei nach Plan laufen, wenn es gar keinen gibt?“ (Seite 10).

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